Wer war Hein Moeller?

Hein Moeller, eigentlich August Heinrich Moeller, (* 28.12.1882 in Friedrichsmühlen; † 11.03.1963 in Neuss) stammt aus einer Friedrichsmühlener Windmüllersfamilie. Nach einem Studium der Ingenieuerwissenschaften in Hildburghausen, Mittweide und der Technischen Hochschule in Zürich arbeitete er bei den Firmen Voigt & Haffner in Frankfurt am Main, AEG und Siemens in Berlin, sowie bei Felten & Guilleaume und Lahmeyer in Frankfurt am Main. Im Jahre 1911 trat Hein Moeller eine Anstellung als technischer Leiter der Firma F. Klöckner in Köln an. s hm

In den folgenden Jahren entwickelte er diverse elektrotechnische Geräte für diese Firma. Ab 1925 war er der alleinige Inhaber der Firma, die ab 1942 unter dem Namen Klöckner-Moeller GmbH und seit 1999 als Moeller GmbH firmiert. Seit April 2008 gehört die Moeller GmbH zum amerikanischen Konzern Eaton.

Hein Moeller enwickelte 1912 das erste Klein-Ölschütz in Europa. Er verwiklichte bereits 1919 die Idee der dezentralen Fertigung (ein Gerätetyp - ein Werk) in seinem Unternehmen. In einem Umkreis von rund 100 km um Köln wurden sechs Fabrikationsstätten errichtet. Er formulierte zudem 1922 den Grundsatz: "Isolieren ist besser als Erden" und setzte Keramik-Formteile unter dem Namen "Ardonit" ein. Moeller führte 1950 kompakte Leistungsschalter und Schienenverteiler mit veränderbaren Abgängen auf dem europäischen Markt ein. 1952 leistete er Pionierarbeit mit der Einführung von durchsichtigen Abdeckungen: Damit wird eine Sichtkontrolle von Anlagen ohne Öffnung der Kapselung ermöglicht.

Hein Moeller fühlste sich zudem sozial verantwortlich für seine Miatarbeiter, die in Notzeiten durch Lebensmittelpakete unterstützt wurden. Zudem führte er eine Gewinnbeteiligung in seinem Unternehmen ein und gewährte Weihnachts- und Urlaubsgeld. Schon sehr früh führte er die Fünftagewoche bei vollem Lohnausgleich ein. Hein Moeller engagierte sich zudem ehrenamtliche in der "Vereinigung Elektrotechnischer Spezialfabriken" und der Industrie- und Handelskammer Bonn.

st hm