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Automatenfachfrau/-mann     

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Spielautomaten werden immer ausgefeilter und anspruchsvoller und so ist es nur sinnvoll, Spezialkräfte auszubilden, die sich mit den hochmodernen Maschinen auskennen. Die Tätigkeiten der Fachkraft in der Automatenwirtschaft beschränken sich nicht allein auf Spielautomaten, an die man vielleicht zuerst denkt, wenn von Automaten die Rede ist. Lebensmittelautomaten, Geldautomaten, Fahrkartenautomaten oder Geräte zum selbstständigen Einchecken an Flughäfen gehören in den Aufgabenbereich der Automatenfachkräfte.
Ein Automat bedarf einer regelmäßigen Überwachung, muss außerdem gewartet und gegebenenfalls repariert werden.
Doch nicht nur technische Aspekte beinhaltet die Ausbildung zur Automatenfachkraft. Die Wahl des richtigen Aufstellortes, die Beschriftung des Automaten, die Geldentleerung und betriebswirtschaftliche Grundlagen sind Gegenstand der Ausbildung.
 
Der theoretische Unterricht in diesem Beruf umfasst in der Hein-Moeller-Schule über 3 Jahre neben den Fächer „Wirtschafts- und Sozialkunde“, „Technisches Englisch“ und „Deutsch“ folgende 12 Lernfelder* in insgesamt 12 Stunden pro Woche.
Im 3. Ausbildungsjahr können die Auszubildenden die kaufmännische (a) oder die gewerblich-technische Ausrichtung (b) wählen. 
 
1. Ausbildungsjahr:
    1   - Unternehmen der Automatenwirtschaft präsentieren
    2   - Waren beschaffen und zusammenstellen
    3   - Automaten befüllen und entleeren
    4   - Elektrotechnische Systeme prüfen
    5   - Kunden beraten und betreuen
 
2. Ausbildungsjahr:
    6   - Automaten aufstellen
    7   - Automaten warten und Störungen erkennen
    8   - Abrechnungen durchführen und Automateneinsatz auswerten
    9   - Werben und den Verkauf förden
 
3. Ausbildungsjahr:
    10(a)  - Geschäftsprozesse in der Automatenwirtschaft durchführen und kontrollieren sowie
              selbständige Unternehmensführung vorbereiten
   11(a)  - Marketingprozesse planen, steuern und kontrollieren
   12(a)  - Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
   10(b)  - Automaten installieren und in Betrieb nehmen sowie
              selbständige Unternehmensführung  vorbereiten
   11(b)  - Automaten instand halten
   12(b)  - Informations- und Kommunikationssysteme für Automaten konfigurieren und anwenden
 
Die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

* Mit dem Lernfeld-Konzept wurde die traditionelle Fächerauftrennung in allen berufsbildenden Schulformen (z. B. Berufsschule, Berufsfachschule u. a.) aufgehoben.
In allen neugeordneten Ausbildungsberufen gibt es heute 9 bis 15 Lernfelder. Sie orientieren sich an realen betrieblichen Handlungssituationen und fassen mehrere Handlungsfelder zusammen.
Im Lernfeld soll der Auszubildende in einer Lernsituation nach dem Modell der vollständigen Handlung (Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten) lernen.